Praxis für Ganzheitliche Medizin
Dr. med. Ulrike Husmann in Stuttgart-Nord


Psychotherapie

 

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist die Behandlung seelischer Leiden mittels Gesprächen, die durch spezielle Methoden oder Techniken ergänzt werden können. Die Erkrankung äußert sich darin, dass das Verhalten sowie das geistige und körperliche Wohlbefinden stark beeinträchtigt sind und sich Symptome wie z.B. Niedergeschlagenheit oder Ängste vor Tieren, tiefem Wasser, Höhen, Krankenhäusern oder Spritzen usw. einstellen. Auch Schlaf- und Kon-zentrationsstörungen, abnormes Essverhalten, der Drang, ständig zu kontrollieren, zu sammeln, sich selbst zu verletzen oder die Aversion z.B. gegen enge Kleidung am Hals. Das geht oft einher mit Beziehungsproblemen und/oder Arbeitsplatzproblemen sowie eingeschränkter Lebensqualität. Eine Psychotherapie (ambulant/stationär/ teilstationär) ist dann ratsam, wenn psychische Probleme nicht mehr allein oder mit Hilfe der Familie oder von Freunden gelöst werden können und die alltäglichen Anforderungen des Lebens nicht mehr bewältigt werden können. Jedes Symptom, das seinen Ursprung im seelischen Bereich hat, ist Ausdruck eines suboptimal gelösten unbewussten seelischen Konfliktes. Ziel ist es, diesen Konflikt zu verstehen, ihn aufzulösen und damit das Symptom überflüssig zu machen. Werden Symptome nur "beseitigt", (z.B. durch oberflächliche Verhaltensänderungen, Medikamente, etc.) und der Konflikt bleibt bestehen, kommt es manchmal lediglich zu einem Symptomwechsel.

Unser gemeinsamer Weg kann zu Entwicklung, Selbstverwirklichung und Befreiung führen. Dabei gebe ich nicht vor, was für Sie gut oder schlecht ist, was Sie zu tun oder Sie zu leben haben. Die besten Lösungen kommen immer aus der Weisheit des Patienten selbst. Ich bin dabei mehr ein "Geburtshelfer" für die kreativen Lösungen der Menschen, die zu mir kommen.

Quelle: PTV10


Wer entscheidet, ob Sie Psychotherapie und in welcher Form Sie diese benötigen?

In jedem Fall der Psychotherapeut und nicht z.B. Ihr Hausarzt. Sie haben freie Psychotherapeutenwahl und bringen zum ersten Termin Ihre Versichertenkarte mit. Kassenpatienten die am s.g. Baden-Württembergischen Hausarztmodell teilnehmen, benötigen zusätzlich eine Überweisung "Psychotherapie".


Was ist vorab zu beachten?

Vor Beginn einer Psychotherapie ist eine medizinische Abklärung ratsam, ob körperliche Ursachen für eine psychische Erkrankung verantwortlich oder mitverantwortlich sein können.
Was hat Sie in den vergangenen 3-6 Monaten vor Ausbruch der aktuellen Erkrankung belastet und könnte der Auslöser Ihres jetzigen Zustandes sein? Was wären Sie bereit, für Ihre Gesundheit Neues zu tun? Und welche alten schädlichen Dinge und Verhaltensweisen würden Sie zum Wohle Ihrer Gesundheit aufgeben?
Bringen Sie zum Erstgespräch bitte alle Entlassberichte aus Kuren sowie psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken mit. Ebenso eine chronologische Liste aller Vorerkrankungen, Operationen, zahnärztlichen Behandlungen, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sowie Ihren Impfausweis. Ihre aktuellen Befunde, Laborwerte, Medikamente und Ihre bisherigen Behandlungsansätze sollten ebenfalls nicht fehlen.
Bitte haben Sie Verständnis, dass es wegen der hohen Nachfrage bisweilen zu längeren Wartezeiten für einen Ersttermin kommen kann.


Für welche Altersgruppe besteht eine Zulassung?

Ich habe eine Kassenzulassung für Erwachsene (ab dem 18. Lj.) für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Psychoanalyse, Gruppentherapie sowie Autogenes Training.

 

Wie funktioniert Psychotherapie?

Die ambulanten Gespräche dauern jeweils 50 Minuten und finden in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie einmal, in der Psychoanalyse mehrfach pro Woche statt.
Hierbei dürfen Sie alles aussprechen, was Ihnen in den Sinn kommt. Ob Erinnerungen, Bilder, Träume, Gefühle, Wünsche oder Bedürfnisse. Manchmal kann eine kombinierte Behandlung von Psychotherapie beispielsweise mit homöopathischen, pflanzlichen, orthomolekularen "Nahrungsergänzungsmitteln" sowie "chemischen" Medikamenten vorübergehend hilfreich sein. Die meisten psychischen Erkrankungen können jedoch auch  erfolgreich ohne "Chemie" mit ihren potentiellen Nebenwirkungen / Absetzerscheinungen / Entzugserscheinungen behandelt werden.
Wichtig ist, sich u.U. auf einen längeren Prozess von mindestens einem halben bis zu etwa drei Jahren einzustellen, da seelische Veränderungen viel Geduld und Durchhaltevermögen erfordern. Hierbei ist Ihre Bereitschaft erforderlich, sich aktiv an Ihrer Gesundung zu beteiligen und unangenehme und schwierige Phasen durchzustehen. Gegen Ende werden die Termine in immer größeren Abständen vereinbart, um zu sehen, ob der Behandlungserfolg bereits ausreichend gefestigt ist. Für den Prozess des voneinander Abschiednehmens sollte ausreichend Zeit eingeplant werden.


Wie erkenne ich, dass ich am richtigen Ort bin?

Wichtig für den Aufbau und Erhalt einer vertrauensvollen Beziehung, in der Sie sich öffnen können, ist, dass die "Chemie" stimmt. Wenn Sie sich grundsätzlich nicht verstanden oder nicht akzeptiert fühlen, dann sind Sie auch bei einem guten Therapeuten falsch. Wenn sich etwas für Sie nicht passend anfühlt, sprechen Sie es rechtzeitig an. Manchmal hat man nur "aneinander vorbei geredet". Fühlt es sich passend an, macht die angebotene Arbeitsweise für Sie Sinn, bekommen Sie eventuell sogar Lust, möglichst schnell zu beginnen? Dann sind Sie richtig.


Wer übernimmt die Kosten für eine Psychotherapie?

In einem Erstgespräch soll geklärt werden, ob Psychotherapie oder eine andere Maßnahme wie z.B. Coaching, Selbsthilfegruppen, oder Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatung indiziert sind. Die gesetzlichen Krankenkassen und die Ersatzkassen übernehmen die Kosten für eine Psychotherapie. Der Leistungsumfang beträgt bei einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie bis zu 100 Sitzungen, bei einer Psychoanalyse bis zu 300 Sitzungen. Den Leistungsumfang Ihrer privaten Krankenversicherung/Beihilfe entnehmen Sie bitte Ihrem Versicherungsvertrag. Die maximal mögliche Stundenzahl wird seltenst benötigt.
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